Kartäuserkirche

Kapitelsaal

Das Kapitelhaus der Kölner Kartause barg in seinem Untergeschoss den Kapitelsaal, den Versammlungsraum der Mönche. Im oberen Geschoss befanden sich Bibliothek und Kleiderkammer.
Als gotischer Ziegelbau mit zwei Geschossen war das Gebäude 1455 errichtet worden. Strebepfeiler und Maßwerkfenster zierten den Bau. Das Kreuzrippengewölbe, im 16. Jahrhundert mit Malereien ausgestattet, trugen zwei freistehende Pfeiler.
Als die Preußen 1816 das Kapitelhaus als Artilleriedepot nutzten, mauerten sie die Maßwerkfenster zu. 1928 ließ die evangelische Gemeinde die übertünchten Gewölbemalereien ebenso wie die Fenster wieder freilegen. Die schweren Bombenangriffe von 1945 hinterließen das Kapitelhaus als Trümmerhaufen. Es sollte 39 Jahre dauern bis ein Nachfolgebau die entstandene Lücke am einstigen kleinen Kreuzgang wieder schloss. Heute vermittelt der rekonstruierte Kapitelsaal wieder eine Vorstellung von der ursprünglichen Raumwirkung.

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Kapitelsaal

Kapitelsaal
Foto: Martina Dienemann