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Marienkapelle
An die Engelkapelle schließt sich die 1426 für die Laienbrüder errichtete Marienkapelle an - eine Stiftung des Kölner Erzbischofs Dietrich von Moers. Auch hier tragen sechs figürliche Konsolen das Gewölbe, das die gleichen Malereien aufweist wie in der Engelkapelle. Raumübergreifend setzt die Marienkapelle die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige in Szene. Kaspar, Melchior und Balthasar an der Nordwand stehen an der Südwand die Gottesmutter mit dem Kind und die Apostel Petrus und Andreas gegenüber. Die restaurierten Konsolfiguren stammen wie die der benachbarten Engelkapelle vermutlich vom Schöpfer des Grabmals Friedrich von Saarwerden im Kölner Dom (entstanden nach 1414). Das Gewölbe der Marienkapelle hielt den Bombardements des Zweiten Weltkriegs leider nicht stand. Es wurde rekonstruiert. Lediglich die zwei Schlusssteine überlebten den Krieg unbeschadet: Vera Ikon und Imago Pietatis schmücken heute wieder das Gewölbe der Kapelle. Zur Zeit der evangelischen Wiederaufbaumaßnahmen in den 1920er Jahren brachte man an der Kapellensüdwand Schiefertafeln an, die der Gefallenen des Ersten Weltkrieges gedenken. Die Auflistung der 1600 Namen auf schwarzem Hintergrund wirkt bedrückend, vor allem wenn man bedenkt, wie viele Menschen dem nur zwanzig Jahre später beginnenden Zweiten Weltkrieg noch zum Opfer fallen sollten. Die Fenster der Marienkapelle stammen wie die der Engelkapelle von Carl Crodel. Sie wurden in den fünfziger Jahren eingesetzt.
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Auflistung der im Ersten Weltkrieg Gefallenen
Foto: Martina Dienemann
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